Bitte die europäischen Staats- und Regierungschefs, die Ärmsten zu schützen

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Vergangenes Jahr gab sich die Welt ein großes Versprechen: extreme Armut bis 2030 beenden. Damit dieses Versprechen wahr wird, muss die Entwicklungshilfe wirklich bei den Ärmsten der Armen ankommen.
 
Doch tatsächlich ist der Anteil der Entwicklungshilfe für die ärmsten Länder auf dem niedrigsten Stand seit 10 Jahren.
 
Viele Regierungen müssen angesichts großer internationaler Probleme – von der Flüchtlingskrise bis zum globalen Terrorismus – sehr schwierige Haushaltsentscheidungen treffen. Das wissen wir. Die Antwort kann allerdings nicht sein, die Mittel für Entwicklung zu plündern. Das wäre ungerecht – und zu kurz gedacht.
 
Die europäischen Regierungen müssen den Flüchtlingen helfen und deren Rechte wahren, aber das kann nicht auf Kosten der ärmsten Menschen der Welt geschehen. Während einige Regierungen, darunter auch die Bundesregierung, ihrer Verantwortung sowohl gegenüber Menschen auf der Flucht als auch gegenüber Menschen in extremer Armut weitestgehend gerecht werden, spielen manche Regierungen ein tödliches Spiel. Sie ziehen lebensrettende Entwicklungshilfe von den ärmsten Ländern ab, um die Kosten der Flüchtlingskrise in ihren Ländern zu finanzieren.
 
Angesichts dieser Bedrohung hat sich ONE mit vielen starken Organisationen zusammengeschlossen, wie beispielsweise Save the Children, Oxfam, Global Citizen, BOND, Dóchas, Coordination SUD, Lithuanian NGDO Platform, Slovenian Global Action, CNCD-11.11.11 und Eurodad. Zusammen fordern wir die Staats- und Regierungschefs auf, ihre Entscheidungen zur Entwicklungshilfe in den kommenden Monaten genau zu bedenken. Ihre Beschlüsse dürfen nicht zu einer schlechteren Gesundheitsversorgung und weniger Bildungschancen für die Ärmsten Menschen führen.
 
Fordere die europäischen Staats- und Regierungschefs auf, Flüchtlingen zu helfen, und sicherzustellen, dass Entwicklungsgelder auch tatsächlich für Entwicklungspolitik und insbesondere für die Ärmsten der Armen eingesetzt werden.

Sehr geehrte Staats- und Regierungschefs,

bitte helfen Sie den Flüchtlingen, die zu uns kommen, ohne dass darunter die weltweit Ärmsten leiden. Entwicklungsgelder müssen gegen extreme Armut eingesetzt werden und vor allem jenen Ländern und Menschen zu Gute kommen, die am wenigsten haben.