Flüchtlingskatastrophe – jetzt handeln

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Am Sonntagmorgen ist ein Boot mit 800 Menschen an Bord etwa 100km vor der libyschen Küste gekentert. Nur 28 Menschen konnten gerettet werden und bisher wurden erst 24 Leichen geborgen.

Diese Nachricht erreichte uns wenige Tage nachdem 400 Menschen bei einem ähnlichen Vorfall ertrunken sind. Bis jetzt sind im Jahr 2015 schon mehr als 1.500 Menschen bei dem Versuch, nach Europa zu gelangen, gestorben. Das sind 30 Mal mehr als im gleichen Zeitraum im Vorjahr.

Diese Tragödie hätte niemals passieren dürfen. Jeden Tag riskieren Männer, Frauen und Kinder aus Syrien, vom Horn von Afrika und anderen Teilen Subsahara-Afrikas alles, was sie haben, um vor Armut und Konflikten zu fliehen. Von skrupellosen Schlepperbanden auf seeuntüchtigen Booten eingepfercht versuchen sie, das Mittelmeer zu überqueren.

Im November letzten Jahres fuhr die EU jedoch den Einsatz von Such- und Rettungsbooten, um in Seenot geratenen Flüchtlingen zu helfen, zurück.

Justin Forsyth von Save the Children, die vor Ort von der Krise betroffenen Menschen helfen, meint: „Unsere Politiker können nicht einfach ignorieren, dass wir ohne Such- und Rettungsmissionen tausende unschuldige Kinder und ihre Familien vor den Küsten Europas ertrinken lassen.“

Die EU-Staats- und Regierungschefs haben ein Krisentreffen einberufen. Zusammen mit Save the Children fordern wir, dass sowohl die Rettungsmissionen wieder aufgenommen als auch die Ursachen des Problems, die so viele Menschen dazu bringen, diese gefährliche Reise überhaupt anzutreten, angegangen werden.

Sehr geehrte EU-Staats- und Regierungschefs,

lassen Sie nicht zu, dass Männer, Frauen und Kinder im Mittelmeer ertrinken. Bitte sorgen Sie dafür, dass Such- und Rettungsmissionen in vollem Umfang wieder aufgenommen werden und verabschieden Sie einen umfassenden europäischen Plan, der die Ursachen extremer Armut bekämpft, die so viele Menschen dazu treiben, diese lebensgefährliche Reise anzutreten.